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Nicht ganz dicht?

Experte beantwortet zehn Fragen zur Haartransplantation  

Fußballlegende Jürgen Klopp, Olympiasieger Robert Harting, Hollywoodgröße John Travolta, Rekordtorschütze Wayne Rooney sowie Sänger Elton John – sie alle haben sich ihr bereits unterzogen: einer Haartransplantation. Nun unterzieht sich auch Prinz Harry aus England diesem Eingriff, um mit voller Haarpracht in die Ehe zu starten. Kostenpunkt laut Berichten: etwa 57.000 Euro. Dr. Murat Dağdelen, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und ärztlicher Leiter von DiaMonD Aesthetics, behandelt prominente Kahlköpfe und klärt die wichtigsten Fakten rund um eine volle Haarpracht.

1. Wie läuft eine Haartransplantation ab? 

„Bei einer Haartransplantation werden ausfallresistente Nackenhaare je nach Haarwurzelqualität einzeln (Graft) oder als Haarwurzelgruppe (Follicular Unit, kurz FU) mithilfe einer feinen Hohlnadel entnommen. Nach einer speziellen Vitalisierung der Haarwurzel pflanzt ein erfahrener Chirurg die Follikel in runde, naturgetreue Empfangsöffnungen, die ebenfalls mit einer sehr feinen Nadel in Wuchsrichtung in dichten Abständen zueinander angelegt werden. Für gewöhnlich findet der Eingriff unter lokaler Betäubung statt und kann zwischen vier und sechs Stunden dauern. Oftmals setzen wir einen zweiten Termin an, da sich die moderne FUE-Methode aufwändiger gestaltet. Zum Vorteil der Patienten, die von einem natürlichen Haarfall und kürzerer Regenerationszeit profitieren.“

2. Welche Methode wird heutzutage angeboten? 

„Im Gegensatz zur klassischen Streifenmethode, bei der ganze Hautstreifen mit Haarwurzeln aus dem Haarkranz entnommen und in einzelne Grafts unterteilt werden, arbeiten wir ausschließlich mit der Follicular Unit Extraction, kurz FUE. Zwar gehören eine überdurchschnittlich gute Anwachsrate und der verhältnismäßig geringe Zeitaufwand zu den positiven Eigenschaften der erstgenannten Vorgehensweise, aber demgegenüber stehen eine erhöhte Narbenbildung sowie eine unnatürliche Wuchsrichtung. Gerade bei Kurzhaarfrisuren unter xy Zentimetern fällt dies extrem auf. Mit der FUE-Methode, die ohne Skalpell auskommt und keinen operativen Eingriff darstellt, ermöglichen wir den Patienten eine fast narbenfreie Technik, die eine Transplantation auch bei kurzen Haaren nicht erkennen lässt. Weitere Vorteile: schnelle und gute Abheilung, keine Dellenbildung in der Kopfhaut und eine gute Anwuchsrate.“

3. Für wen eignet sich eine Haartransplantation?

„Für beide Geschlechter. Männliche Patienten stellen jedoch den höheren Prozentsatz dar, um kahle Stellen wie eine hohe Stirn, Geheimratsecken oder Tonsur zu kaschieren. Mittlerweile interessieren sich immer mehr Frauen für eine Haarverpflanzung, nicht nur auf dem Kopf, sondern auch für die Augenbrauen – aus unterschiedlichen Beweggründen. Das können medizinische, krankheitsbedingte Ursachen sein oder ästhetische, wenn beispielsweise der Wunsch nach buschigeren Augenbrauen entsteht.“ 

4. Gibt es eine Altersgrenze? 

„Grundsätzlich entscheidet die individuelle Haarsituation und nicht das Alter, ob ein ästhetisches Haarbild erzeugt werden kann. Wie sieht die Familiengeschichte aus, gibt es medizinische oder erbliche Ursachen für den Ausfall? Bei jungen Patienten unter 25 Jahren sollte auf jeden Fall ein Facharzt hinzugezogen werden. Prinzipiell lässt sich aber sagen: Je früher sich Patienten für eine Haarverpflanzung entscheiden, desto besser sind die Anwuchsraten. Im höheren Alter müssen wir öfter nachimplantieren.“

5. Was kostet eine Transplantation?

„Je nach Haarstruktur, -dichte, -farbe und -wuchsrichtung sowie Größe der zu behandelnden Fläche müssen Patienten mit einer Summe zwischen 6.000 Euro und 12.000 Euro rechnen. Zudem spielt auch die Anzahl der zu verpflanzenden Haarwurzeleinheiten eine entscheidende Rolle.“

6. Ist die Behandlung schmerzhaft?

„Nein. Nach kurzer Lokalanästhesie spüren Patienten nichts vom Eingriff. Sie sind die gesamte Zeit ansprechbar und können auf Wunsch Musik hören oder in den Pausen etwas essen. Die meisten berichten von einer entspannten Situation, ähnlich wie bei einem Friseurbesuch.“ 

7. Was muss ich nach der Behandlung beachten?  

„Es gilt für etwa vier bis sechs Wochen direkte Sonneneinstrahlung zu meiden, da ansonsten die Grafts austrocknen. Sport ist bereits nach zwei bis drei Wochen möglich.“

8. Wie lange dauert es, bis man erste Ergebnisse sehen kann?

„Zwar sind erste Behandlungsergebnisse sofort sichtbar, allerdings fallen die Haare zunächst wieder aus. Das ist ein ganz normaler Prozess, denn der Haarwuchs erfolgt schrittweise. Zuerst beginnt die Ruhephase, in der die Wurzeln Zeit zum Anwachsen finden. Nach etwa drei bis fünf Monaten setzt der natürliche Haarwuchs ein und das gesamte Erscheinungsbild stabilisiert sich von Woche zu Woche.“ 

9. Muss ich Urlaub nehmen? 

„Aus medizinischer Sicht ist man nach etwa 24 Stunden wieder voll arbeits- und gesellschaftsfähig. Viele Patienten bevorzugen jedoch ein bis zwei freie Tage und nutzen das Wochenende, um sich körperlich zu schonen.“  

10. Ist das Resultat von Dauer?

„In der Regel ja.“  

Gefährlicher neuer Beauty-Trend: „Selfinissmus“

Unters Messer fürs digitale Wunschfoto

In sozialen Netzwerken präsentieren sich Stars und Sternchen mit makellosen Körpern und perfektem Styling. Retusche, Farbkorrektur und zum Schluss ein Filter schaffen die ideale Außendarstellung auf Instagram, Snapchat und Co. Für manche reichen diese Techniken jedoch nicht mehr aus, um auf ihrem Social-Media-Account zu punkten. Neuerdings legen sich überwiegend junge Frauen unters Messer, um tatsächlich auszusehen wie ihr retuschiertes Abbild. Dr. Murat Dağdelen, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und ärztlicher Leiter von DiaMonD Aesthetics, gibt dieser besorgniserregenden Entwicklung den Namen „Selfinissmus“ – eine Zusammensetzung aus Selfie und Narzissmus. 

Immer jünger – immer mehr

Ausgelöst durch Instagram-Stars wie Kylie Jenner oder Bella Hadid, die als Vorbilder für die jüngeren Generationen gelten und auf vielen Hochglanzcovern erscheinen, schwappt der unheilvolle Optimierungswahn aus den USA nun auch nach Deutschland. „Mittlerweile verschiebt sich die Auffassung von hübschem Aussehen zu einer abstrusen Vorstellung“, so Dr. Dağdelen. Die meisten retuschierten Bilder dieser Patientinnen zeigen riesige Bambiaugen, auffallend schmale Gesichtszüge und Lippen in Schlauchboot-Größe hinter einem Beauty-Filter. „Als beunruhigend empfinden es viele Chirurgen, dass vor allem das Alter der Frauen, die sich durch den Vergleich mit ihren Idolen immer unwohler in ihrer eigenen Haut fühlen, stetig sinkt. Mit kleinen Veränderungen geben sie sich dann oftmals nicht mehr zufrieden, sondern verlangen das gesamte Gesicht in extremem Maße zu optimieren“, berichtet Dr. Dağdelen. Aber nicht alle Träume und Wünsche lassen sich erfüllen oder sind sinnvoll. 

Zwischen Trugbild und Realität

Zwar bietet die moderne Schönheitschirurgie verschiedene Lösungen an, um vorgebrachte Anliegen medizinisch und ästhetisch zu realisieren, doch eine Operation sollten Patienten immer aus berechtigten Motiven anstreben. „Das trifft zu, wenn beispielsweise eine schiefe Nasenscheidewand die Atmung erschwert oder es aufgrund einer zu großen Nase zu Ausgrenzungen durch andere kommt. Beide Ursachen können Anlass für eine operative Korrektur sein, da sie psychisch sehr belasten“, erklärt der Beauty-Spezialist aus Düsseldorf. Solche Motive liegen beim „Selfinissmus“ jedoch nicht vor. „Selfinisstas“ suchen vielmehr aktiv nach vermeintlichen Makeln wie asymmetrische Augenbrauen oder eine stark hervortretende Nase, indem sie sich mit dem unrealistischen Abbild ihrer Idole vergleichen. „Ob Patienten ihre eigene Identität ergründen oder sich Erleichterung vom medialen und gesellschaftlichen Druck, gut auszusehen, erhoffen, lässt sich nicht pauschalisieren. Um ihnen zu helfen, ist jedoch ein Psychologe zuständig und kein Chirurg“, betont Dr. Dağdelen. Daher kommt es vor, dass der Experte bei berechtigten Zweifeln potenzielle Patienten wieder nach Hause schickt. Insbesondere aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten durch Photoshop, Filter und Co verschwimmen die Grenzen zwischen Wunsch und Realität, denn bereits mit wenigen Klicks lässt sich das Äußere auf dem Foto verändern. Häufig zerplatzen Träume deshalb bereits im Beratungsgespräch, da die extremen Veränderungen, die mit moderner Bildbearbeitung möglich sind, sich in der Wirklichkeit nicht realisieren lassen. „Erst wenn ich die Beschwerden und Wünsche für nachvollziehbar halte und ein Eingriff im richtigen Verhältnis zum tatsächlichen Leid steht, ziehe ich eine chirurgische Behandlung in Betracht. Denn Operationen bergen immer Risiken, die viele Mädchen einfach ausblenden“, berichtet der prominente Schönheitschirurg abschließend. 

Fit für den Sommer

Wege zur perfekten Strandfigur  

Im Sommer sehnen sich viele Menschen danach, am Strand eine gute Figur zu machen, denn Badehosen und Bikinis offenbaren schonungslos alle Schwachstellen. Flach, straff und knackig sieht deshalb der Traumkörper der meisten Sonnenanbeter aus. Doch manchmal reichen Sport und Ernährungsumstellungen nicht, um die angestrebten Ziele zu erreichen. „Dann können kosmetische Eingriffe den Betroffenen helfen und für mehr Lebensqualität sorgen“, weiß Dr. Murat Dağdelen, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und ärztlicher Leiter von DiaMonD Aesthetics.

Flacher Bauch

Rettungsringe und Hüftgold gehören für die meisten Frauen und Männer nicht zu einer makellosen Strandfigur, weshalb sie rechtzeitig mit Diäten und Sport beginnen. Doch manchmal halten sich die Fettpölsterchen hartnäckiger als gedacht. „In diesen Fällen eignet sich eine sogenannte Liposuktion, also eine Absaugung der überschüssigen Fettzellen. Dabei injizieren wir zuerst eine sogenannte Tumeszenslösung in das Unterfettgewebe. Sie betäubt und sorgt dafür, dass sich die Zellen im nächsten Schritt mithilfe winziger Kanülen leichter aus dem Körper absaugen lassen“, erklärt Dr. Dağdelen. Die Patienten befinden sich währenddessen unter Vollnarkose und verspüren nach dem Eingriff eine Art Muskelkater, der nach wenigen Tagen vorübergeht. Schwimmen, Beachvolleyball und andere sportliche Aktivitäten stellen nach ungefähr sechs Wochen kein Problem mehr dar. Wer auf eine Entfernung seiner Fettpolster mithilfe der sogenannten Kryolipolyse zurückgreift, ist allerdings schneller wieder einsatzfähig. Dabei kommen niedrige Temperaturen zum Einsatz, die die Fettzellen von außen einfrieren und dadurch zerstören. Infolgedessen baut der Körper das überschüssige Gewebe später von allein ab. Für Patienten entstehen bei dieser Methode keine Ausfallzeiten.

Straffe Arme

Im Strand-Look offenbart sich eine der häufigsten Problemzonen zahlreicher Menschen: die sogenannten Winkearme. Schwaches Bindegewebe sorgt bei vielen dafür, dass die Haut an den Oberarmen locker herabhängt. An dieser Stelle hilft eine Diät selten weiter, da nicht überschüssiges Fett das Problem darstellt, sondern schlaffe Haut. Doch ein kleiner Eingriff schafft Abhilfe. „Durch einen schmalen Schnitt von Achselhöhle bis Ellenbogen entfernen wir das überschüssige Hautgewebe und straffen im Anschluss den Oberarm. Da der Schnitt an der Innenseite der Arme geführt wird, sind mögliche Narben später kaum zu sehen“, weiß Dr. Dağdelen. Mit derselben Methode behandeln Ärzte bei Bedarf auch Oberschenkel. Nach einer Schonzeit von drei bis vier Wochen steht einem Gang zum Strand dann nichts mehr im Wege.

Knackiger Po

Bikini und Badehose stellen auch das Hinterteil in einen besonderen Fokus. Im Gegensatz zum Bauch finden besonders Frauen ihren Po jedoch oftmals zu platt. Um ein pralleres Gesäß zu bekommen, entscheiden sich deshalb viele für einen Brazilian Butt Lift. „Hierbei entnehmen wir an Bauch oder Beinen diätresistentes Fettgewebe, wie bei einer Liposuktion. Nach einer Aufbereitung kann dieses zur Formung des Pos verwendet werden. Im letzten Schritt verpflanzen wir das Gewebe mithilfe kleiner Kanülen gezielt in das Gesäß“, erläutert Dr. Dağdelen. Bevor Patienten ihr neues Hinterteil in Bademode kleiden, kommt allerdings vier bis sechs Wochen eine spezielle Kompressionshose zum Einsatz, um den Einheilungsprozess des Fettgewebes zu unterstützen. Bereits nach einer Woche sind die Behandelten allerdings schon wieder gesellschaftsfähig.

Schöne Lippen soll man küssen

Mit sanften Methoden zum perfekten Kussmund 

Am 6. Juli wird der Internationale Tag des Kusses gefeiert. Insbesondere die Lippen spielen beim Küssen natürlich eine große Rolle und stehen für Sinnlichkeit. Doch viele Menschen sind mit ihren Lippen unzufrieden und finden sie zu schmal. Mit ausgeklügelten Schmink-Tricks helfen sie optisch nach, um zumindest einen kurzfristigen Effekt zu erzielen. Doch auf diese Weise verändert sich selbstverständlich nicht die eigentliche Form des Kussmundes. „Tatsächlich hilft schon ein kleiner kosmetischer Eingriff, um den Lippen mehr Volumen zu geben“, weiß Dr. Murat Dağdelen, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und ärztlicher Leiter von DiaMonD Aesthetics.

Volle Lippen

Bei einer Aufpolsterung der Lippen bringen Ärzte mithilfe kleiner Nadeln spezielle Füllmaterialien unter die Haut. Dafür kommen zwei unterschiedliche Substanzen infrage. Hyaluronsäure gilt als gut verträglich, denn sie wird auch selbst vom Körper hergestellt. Sie bindet Wasser und verleiht den Lippen auf diese Weise mehr Volumen. Jedoch baut der Körper das Füllmaterial innerhalb von sechs bis zwölf Monaten wieder ab, für ein dauerhaftes Ergebnis sind also immer wieder Auffrischungen notwendig. Auch eine Behandlung mit Eigenfett ist möglich. „Dabei entnehmen wir dem Patienten zuerst bei einer Fettabsaugung Gewebe an Bauch oder Oberschenkel. Dieses bereiten wir auf und können es im Anschluss zur Modellierung der Lippen nutzen“, erklärt Dr. Dağdelen. Vorteil dieser Methode: Der Körper zersetzt das Fettgewebe nicht, sodass der Effekt mehrere Jahre anhält. Die Behandlung erfolgt in beiden Fällen ambulant und dauert etwa 15 Minuten bis eine Stunde. Bei der Unterspritzung von Eigenfettgewebe kommt noch die Fettabsaugung hinzu, die unter lokaler Betäubung oder Vollnarkose stattfindet. Nach der Behandlung sind Patienten sofort wieder gesellschaftsfähig. Für wenige Tage fühlen sich die Lippen oftmals noch ein wenig geschwollen an.

Natürlicher Kussmund

Damit das Resultat nicht unnatürlich wirkt, gilt es zwei Dinge zu beachten. „Normalerweise ist die Unterlippe etwa anderthalbmal so groß wie die Oberlippe. Diese Proportionen sollten auch bei einem Eingriff beibehalten werden. Wer sich eine vollere Oberlippe wünscht, sollte deshalb trotzdem auch seine untere Mundpartie etwas aufpolstern lassen“, rät Dr. Dağdelen. Außerdem empfiehlt es sich den sogenannten Amorbogen, also den Schwung der Oberlippe, zu erhalten. Wird zu viel Füllmaterial gespritzt, verschwindet dieser und das Ergebnis sieht unnatürlich aus. Deshalb sollten sich Interessierte langsam an ihre ideale Lippenform herantasten und sich gut beraten lassen, damit der Kussmund am Ende perfekt aussieht.

Mit Nadel und Faden

Sanfte Faltenglättung durch neue Lifting-Methode

Irgendwann bekommt sie jeder, auch wenn sich die wenigsten Menschen über sie freuen: Falten. Um den Zeichen der Zeit entgegenzuwirken, helfen anfänglich bereits Anti-Aging-Cremes, später kommen häufig auch Botox oder Hyaluronsäure zum Auffüllen der Fältchen infrage. Erzielen diese Methoden nicht mehr das gewünschte Ergebnis, gibt es inzwischen mit dem sogenannten Fadenlifting eine minimalinvasive Möglichkeit, um das Gesicht zu glätten und Falten zu reduzieren. „Statt mit Widerhaken arbeitet eine neue Variante dieses Liftings mit einer Struktur aus kleinen Kegeln und sorgt so für einen sanften Eingriff und einen natürlichen Gesichtsausdruck“, erklärt Dr. Murat Dağdelen, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und ärztlicher Leiter von DiaMonD Aesthetics.

Minimalinvasive Anwendung

Vor einem Lifting schrecken viele Menschen zurück, da sie mit dieser Behandlung eine große Operation verbinden. Bei einem Fadenlifting bringen Ärzte mithilfe von kleinen Kanülen allerdings lediglich dünne Fasern unter die Haut. Je nach Anwendungsbereich kommen zwei oder mehr solcher Fäden zum Einsatz. Diese besitzen eine Struktur aus kleinen Kegeln, die das Gewebe anheben sowie die Haut nach oben oder zur Seite ziehen und auf diese Weise straffen. Außerdem regen die Fäden die Produktion von Kollagen an. Dadurch entsteht neues Bindegewebe, das die behandelte Körperpartie zusätzlich aufpolstert. „Kamen früher oftmals Goldfäden mit Widerhaken zum Einsatz, so verwenden wir heutzutage resorbierbare Materialien aus Polymilchsäure und Glykolsäure, die sich nach zehn bis zwölf Monaten im Körper selbstständig abbauen. Der Straffungseffekt bleibt durch das neue Bindegewebe jedoch bis zu zwei Jahre bestehen“, erklärt Dr. Dağdelen. Zwischen 30 und 60 Minuten dauert ein Eingriff. Da pro eingesetztem Faden lediglich zwei kleine Einstiche entstehen, kann die Behandlung unter lokaler Betäubung stattfinden. Direkt im Anschluss tritt ein sofortiger Lifting-Effekt ein, das Endergebnis zeigt sich bereits nach zwei bis drei Wochen im Laufe der Fadenresorption. Nach der Behandlung sind Patienten in der Regel sofort wieder gesellschaftsfähig. Leichte Schwellungen klingen innerhalb kürzester Zeit wieder ab. Sport und Sonnenbäder sollten Patienten in den ersten Tagen nach dem Lifting jedoch meiden.

Vielseitiger Einsatz

Ein Fadenlifting eignet sich für Falten, die sich nicht mehr mit Botox und Hyaluronsäure behandeln lassen. Die Methode eignet sich insbesondere für die sogenannte Nasolabialfalte zwischen Nase und Mundwinkel, aber auch für Hals- und Stirnfalten sowie hängende Wangenpartien. Doch nicht nur für das Gesicht kommt ein Fadenlifting infrage, auch Oberarme, Brust oder Gesäß gehören zu den möglichen Behandlungsbereichen. Interessierte sollten sich bei einem Facharzt informieren, ob sich die Methode in ihrem Fall anbietet. „Auch wenn es sich um einen minimalinvasiven Eingriff handelt, stellt ein erfahrener Mediziner die beste Wahl für die Behandlung dar. Denn sitzen die Fäden nicht optimal, können asymmetrische Gesichtszüge entstehen“, warnt Dr. Dağdelen abschließend.

Eine runde Sache

Mit einfachen Tricks zum knackigen Hinterteil

Während Frauen in Deutschland bislang eher Wert auf ein dezentes Hinterteil legten, macht sich nun ein neuer Trend aus den USA und Lateinamerika auch hierzulande bemerkbar. Dort gilt ein großer Po schon länger als Schönheitsideal. Nun wünschen sich auch in Deutschland immer mehr Frauen ein voluminöseres Hinterteil. Doch von Natur aus haben nur die wenigsten Menschen einen „perfekten“ Po. Dr. Murat Dağdelen, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und ärztlicher Leiter von DiaMonD Aesthetics, kennt Tricks, um den Po zu trainieren, und verrät, wie notfalls auch ein kleiner Eingriff dem gewünschten Effekt auf die Sprünge hilft.

Übungen für einen perfekten Po

Schon die Wahl der richtigen Kleidung beeinflusst die Körperform positiv. So bringen zum Beispiel hellere Jeans das Hinterteil besser zur Geltung als dunklere. „Tatsächlich vergrößern lässt sich das Gesäß mithilfe von Sport. Denn auch dort befinden sich Muskeln. Durch regelmäßiges Training wachsen sie und der Po gewinnt an Volumen“, erklärt Dr. Dağdelen. Der Klassiker für ein effektives Po-Training: Kniebeugen. Dafür die Beine hüftbreit aufstellen und langsam in die Hocke gehen. Den Po dabei nach hinten strecken, als würde man sich hinsetzen wollen. Danach wieder aufrichten und ungefähr 15-mal wiederholen. Wer lieber unauffällig im Büro oder in der Bahn trainieren möchte, stellt im Sitzen die Füße auf dem Boden ab und spannt beide Gesäßhälften an. Kurz in dieser Position verharren, dann wieder locker lassen und mehrmals wiederholen.

Kleiner Eingriff für mehr Volumen

Wenn gezieltes Training nicht das gewünschte Ergebnis liefert, kommen auch schönheitschirurgische Maßnahmen infrage. „Zwar besteht die Möglichkeit, Silikonimplantate in das Gesäß einzusetzen, ich empfehle jedoch ein sogenanntes Brazilian Butt Lifting, da es minimalinvasiv und schonender ist“, hält Dr. Dağdelen fest. Bei der Behandlung entnimmt der Arzt zuerst mithilfe einer Fettabsaugung Eigenfett an anderen Stellen des Körpers wie Bauch oder Oberschenkeln. Vorteil dieser Methode: Während der Po an Volumen gewinnt, verkleinern sich andere Problemzonen. Das körpereigene Fett wird im Anschluss aufbereitet und für die Formung und Konturierung des Pos verwendet. Mithilfe kleiner Kanülen injizieren Ärzte es gezielt in die gewünschten Körperpartien. Patienten sind direkt nach der Behandlung wieder gesellschaftsfähig, sollten allerdings für vier bis sechs Wochen eine Kompressionshose tragen, während das Fett an der richtigen Stelle einheilt. Inzwischen lässt sich eine Vergrößerung des Pos auch ohne die Unterspritzung von Eigenfett erzielen. „Davon profitieren insbesondere Menschen, die nicht über genügend Fettdepots verfügen. Stattdessen polstern wir das Gesäß mit einem sogenannten Filler aus Kochsalzlösung und Polyamidgel auf“, informiert Dr. Dağdelen. Im Gegensatz zum Eigenfett baut der Körper den Filler allerdings im Laufe von drei bis fünf Jahren wieder ab.

Wohlfühl-Figur nach Schwangerschaft und Geburt

Was sich hinter einem sogenannten Mami-Makeover verbirgt

Für viele Paare stellt ein Baby die Erfüllung eines sehnlichen Herzenswunsches dar. Doch nach einer Geburt verändern sich einige Dinge im Leben der frischgebackenen Familie. So gehören Durchschlafen oder ruhige Abende zu zweit erst mal der Vergangenheit an. Hinzu kommen nach der Schwangerschaft auch körperliche Veränderungen, wie überschüssige Haut vor allem am Bauch, hängende Brüste oder auch Haarausfall. Viele Frauen leiden unter ihrem Spiegelbild und spielen mit dem Gedanken an einen Beautyeingriff. Tatsächlich bieten inzwischen viele Ärzte eigens konzipierte Mami-Makeover an. „Dahinter verbergen sich unterschiedliche Eingriffe, die dazu dienen, das Wohlbefinden der Mütter wiederherzustellen“, erklärt Dr. Murat Dagdelen, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und ärztlicher Leiter von DiaMonD Aesthetics.

Zeichen der Schwangerschaft

Natürlich hinterlässt die Geburt eines Babys ihre Spuren. Während einige Frauen nach der Schwangerschaft selbstbewusst mit ihrem Körper umgehen, stören sich andere an den Veränderungen. Auch wenn die typische Gewichtszunahme stoppt und im Laufe der Zeit das frühere Körpergewicht erreicht wird, bleiben andere Problemzonen bestehen. Vor allem die Brüste – für viele ein wichtiges Zeichen ihrer Weiblichkeit – leiden unter den neuen Umständen. Denn während der Schwangerschaft wächst das Brustdrüsengewebe stark an und verliert nach dem Abstillen wieder an Volumen. Dadurch wirken die Brüste schlaff. Insbesondere nach der Geburt mehrerer Kinder wünschen sich viele Frauen ihren ursprünglichen Körper zurück. „Während sich die einen für eine Bauchdeckenstraffung oder Fettabsaugung interessieren, wünschen sich andere eher eine Brustvergrößerung oder -straffung. Generell besteht auch die Möglichkeit, mehrere Eingriffe miteinander zu kombinieren“, erklärt Dr. Dağdelen. Kommt es während oder nach einer Schwangerschaft zu einem hormonbedingten Haarausfall, stimuliert die Eigenbluttherapie das Wachstum der Haare auf eine natürliche Weise und verbessert die individuelle Haarsituation. Bei Bedarf kombinieren Ärzte dieses PRP-Verfahren mit speziellen Revitalisierungscocktails bestehend aus Vitaminen, Antioxidantien, Mineralien oder Spurenelementen. 

Zufriedenheit zurückgewinnen

Beim Mami-Makeover geht es nicht darum, nach kürzester Zeit schon wieder einen perfekten Körper zu besitzen. Es bietet unzufriedenen Frauen die Möglichkeit, sich wieder in ihrer Haut wohlzufühlen. Denn oftmals empfinden sie Scham, wenn sie sich vor dem Partner ausziehen oder an öffentlichen Orten wie dem Schwimmbad zeigen. Selbst das eigene Spiegelbild entpuppt sich manchmal als „Feind“. Auch Sport oder Diäten helfen häufig nicht weiter, weil sie zum Beispiel keine Gewebeschäden beheben, die während der Schwangerschaft durch die starke Dehnung des Bauches entstehen. In diesen Fällen hilft eine Bauchstraffung, bei der Chirurgen überschüssige Haut und Fettgewebe entfernen. „Mütter sollten das Mami-Makeover allerdings nicht unterschätzen, denn es beinhaltet operative Eingriffe und stellt keine Wellness-Behandlung dar. Wie bei jeder Operation gilt es sich gut beraten zu lassen und die Risiken gründlich abzuwägen“, betont Dr. Dağdelen. Außerdem entstehen durch die Behandlung Ausfallzeiten von bis zu sechs Wochen, in denen die Mütter körperliche Ruhe brauchen. Deshalb benötigen sie in dieser Zeit häufig auch Hilfe bei der Kinderbetreuung.  

Sophia Vegas: Schöner durch Bauchdeckenstraffung?

Experte warnt vor Gefahren des „Reverse Tummy Tuck“

Trotz kritischer Stimmen steht Sophia Vegas zu ihrem Beautywahn. Doch mit dem letzten Eingriff ist das TV-Sternchen überhaupt nicht zufrieden, denn bei der Straffung blieb eine unschöne Narbe – ein absolutes „No-Go“ für die Körperperfektionistin. Neben den sichtbaren Folgen besteht allerdings auch die Gefahr gesundheitlicher Komplikationen. Experte Dr. Murat Dağdelen, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und ärztlicher Leiter von DiaMonD Aesthetics in Düsseldorf, erklärt im Folgenden, was beim „Reverse Tummy Tuck“ geschieht und wo die Risiken liegen.

„Bei einem sogenannten Reverse Tummy Tuck wird anstelle der traditionellen Bauchdeckenstraffung eine umgekehrte Abdominoplastik durchgeführt. Diesen Eingriff lassen sonst nur Patienten vornehmen, die aufgrund gesundheitlicher Probleme größere Fettansammlungen oberhalb des Bauchnabels haben. Dabei setzen Ärzte nicht wie üblich den Schnitt in der Bikinizone, sondern unterhalb der Brust. Das bedeutet, dass die überschüssige Haut im Gegensatz zur gängigen Bauchdeckenstraffung nicht zum Unterleib, sondern in Richtung Brust gezogen und dort mit der Unterbrustfalte an der Rippenknochenhaut w-förmig vernäht wird. Bei Sophia Vegas liegt genau hier die Gefahr. Durch die Entfernung der vier Rippen und eine vergangene Fettabsaugung besitzt sie eine überdurchschnittlich schmale Taille und dem Gewebe bietet sich dadurch weniger Platz, um mit der Knochenhaut zu verwachsen. Zudem wird die Haut nun auf eine harte Probe gestellt. Denn durch die erhöhte Spannung an der Oberfläche verdünnt sich die Epidermis und die Unterbrustnarbe kann sich vergrößern. In ihrem besonderen Fall können durch eine schnelle Dehnung auffällige Risse im Unterhautgewebe, sogenannte Striae, entstehen. Diese unschönen Schwangerschaftsstreifen, die mit der Zeit verblassen, lassen sich nur schwer wieder loswerden. Neueste Lasertechnologie regt die Bildung neuer Zellen an und reduziert die verletzte Hautstruktur.“

Einmal tief durchatmen

Sechs Fragen zum Thema Nasenkorrektur

Beim kritischen Blick in den Spiegel lassen sich kleine und große Makel am besten begutachten. Vor allem Gesichtspartien wie die Nase erfahren große Aufmerksamkeit. Passt diese aufgrund von Größe, Breite, Form und Schwung nicht ins Gesamtbild, kommt oftmals der Wunsch nach einer Korrektur, auch Rhinoplastik genannt, auf. „Doch neben den ästhetischen Faktoren sind auch häufig gesundheitliche Probleme ausschlaggebend“, sagt Dr. Murat Dağdelen, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und ärztlicher Leiter von DiaMonD Aesthetics. Im Folgenden beantwortet der Fachmediziner die wichtigsten Fragen. 

1. Wann kommt eine Rhinoplastik infrage und wie geht der Arzt vor?

„Wir nehmen klassische Korrekturen vor, wenn gesundheitliche Einschränkungen wie eine Schiefstellung der Nasenscheidewand oder eine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte vorliegen. Damit Patienten wieder beschwerdefrei durchatmen können, führen Experten eine Begradigung der Nasenscheidewand durch. Hierbei entfernen wir störendes Knorpelmaterial, wobei die natürliche Stützfunktion weiterhin erhalten bleibt. Bei Patienten, die unter einer deformierten Nase aufgrund von Geburtsfehlern oder Unfällen leiden, trennen Ärzte zunächst Schleimhäute und Knorpel voneinander. Daraufhin lässt sich die Nase mithilfe eigener Knochen, meist aus der Rippe, neu formen. Beide Eingriffe lassen sich durch die Nasenlöcher vornehmen. Je nach Umfang erfolgt die Operation ambulant oder stationär.“

2. Gibt es alternative Behandlungen ohne Operation?

„Ja. Und zwar bei einer Verkleinerung mithilfe von Hyaluronsäure. Um den Höcker spritzen wir den gelartigen Filler. Durch die Begradigung des Nasenrückens wirkt die Nase optisch kleiner. Damit ersparen sich Patienten eine Operation und die Schwellung klingt nach der Injektionstherapie innerhalb einer Stunde ab. Um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen, zeigen wir Betroffenen mögliche Lösungsansätze bereits vorab mithilfe eines 3-D-Computerprogramms. Dabei fließen auch Patientenwünsche mit ein.“

3. Wie lange dauert die Abheilung und worauf sollten Patienten achten?

„Abhängig vom Umfang der Operation entstehen Schwellungen, die Patienten mithilfe von Kühlpacks lindern und die nach ungefähr zwei Wochen zurückgehen. Es dauert dann noch einmal zwei bis vier Wochen, bis sich die Nase vollends stabilisiert. Nach etwa einem halben Jahr lässt sich das endgültige Resultat erkennen. Bis dahin sollten zu hohe Belastung und Anstrengung wie Sport vermieden werden. Brillenträger sollten außerdem darauf achten, in den ersten acht Wochen nach der Behandlung leichte Modelle zu wählen, da der Nasenrücken empfindlich auf Druck reagiert.“

4. Können sichtbare Narben entstehen?

„Nein. Denn der Eingriff lässt sich durch die Nasenlöcher vornehmen. Falls die Nase schief steht, besteht bei der Korrektur auch die Möglichkeit, die Nasenflügel zu optimieren. Dazu ist tatsächlich ein kleiner Schnitt am Nasensteg nötig, der nach dem Heilungsprozess jedoch keine sichtbare Narbe hinterlässt.“

5. In welchem Alter sollten Betroffene den Eingriff vornehmen lassen?

„Nasenkorrekturen sollten nicht vor Vollendung des 18. Lebensjahres stattfinden, weil sich der Körper und somit auch das Riechorgan in der Entwicklungsphase befinden.“

6. Wer übernimmt die Kosten für die Behandlung?

„Besteht eine medizinische Notwendigkeit wie zum Beispiel bei Atemproblemen, die unter anderem zu Schlafstörungen führen, oder einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, decken Krankenkassen nach eingehender Diagnose und Erstellung eines ausführlichen Behandlungsplans durch den Arzt die Kosten für den Eingriff. Nimmt ein Arzt die Korrektur aus ästhetischen Gründen vor, muss der Patient diese meist selbst zahlen. Bei Privatpatienten besteht allerdings die Möglichkeit, dass Krankenkassen für einen Teil des Eingriffes aufkommen, jedoch gilt es das individuell und im Einzelfall abzuklären.“

Andere Länder, andere Sitten

Was in anderen Teilen der Welt als Schönheitsideal gilt

Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Daher unterscheidet sich die Wahrnehmung von Ästhetik aufgrund der Kultur von Land zu Land. Gewisse Ideale hierzulande stoßen woanders auf Kopfschütteln und manche scheuen für ihre Wünsche weder Kosten, Mühen noch Schmerzen. Dr. Murat Dağdelen, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und ärztlicher Leiter von DiaMonD Aesthetics in Düsseldorf, gibt einen Einblick in die weltweiten Schönheitstrends.

Beautytrends im Westen

Viele amerikanische Trends wie beispielsweise eine schlanke Silhouette kommen nach Europa. Während es insbesondere in Deutschland heißt, dass eine gewisse Körpergröße – sogenannte Modelmaße – und natürliche Weiblichkeit als schön gelten, sieht es in den USA noch ein wenig anders aus. In den Vereinigten Staaten gehört es zum guten Ton, sich mit Schönheitsoperationen als Statussymbol zu brüsten. „Von Make-up bis hin zu den Haaren: Perfektion ist hier ein Muss“, weiß Dr. Dağdelen. Gleichzeitig betrachten Amerikaner schlanke, dennoch sehr weibliche Kurven mit einem ausgeprägten Hinterteil als Ideal. Um ihrer Vorstellung von Ästhetik und Schönheit möglichst nahezukommen, verhelfen sich die Frauen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten mit Sport und chirurgischen Eingriffen, wie beispielsweise dem Brazilian-Butt-Lift, zu ihrer Wunschvorstellung.

Asiatische Schönheit

Im Vergleich zu den westlichen Regionen liegt in Asien nicht ausgeprägte Weiblichkeit, sondern vielmehr mädchenhafte Kindlichkeit im Trend. Um möglichst jung und süß auszusehen, versuchen die Frauen dort, sich in Mangafiguren zu verwandeln. Aufgrund dieses Hypes wünschen Patienten sich große Augen, schmale, filigrane Gesichtszüge und eine hohe Stimme, um so dem gezeichneten Vorbild näherzukommen. In Japan geht der Wunsch nach der Verniedlichung sogar so weit, dass die Menschen sich die Zähne von Experten deformieren lassen, da es in der Bevölkerung als schön gilt. Denn „Süßsein“ setzen Japaner mit schön gleich. Jedoch warnen Ärzte vor diesem Zahntrend, da dies langfristige Folgen für das Gebiss und auch für die Gelenkposition der Wirbelsäule hervorruft.

Ästhetik in Afrika

Für viele Afrikaner bedeutet eine beleibte Frau Wohlstand und stellt somit ein weitverbreitetes Schönheitsideal dar. Oftmals hängt das Ideal von dem jeweiligen Stamm oder der Region ab, in der die Frauen leben. Beispielsweise existiert der Trend, dass die Bräute vor ihrer Hochzeit mit Kuhmilch und Maisbrei gemästet werden, um sie für den Zukünftigen attraktiver aussehen zu lassen. Aber auch andere, weitaus gefährlichere Ideale kursieren in Afrika. Bei diesen Modeerscheinungen, die sich seit Jahrhunderten entwickeln, zieht man den jungen Mädchen als Ritus die unteren Schneidezähne und bohrt ein Loch in die Unterlippe. Dadurch kann dort ein Teller eingeführt werden und durch die große Zahnlücke sitzt er fest. Bedenklich stufen Experten auch den sehr ähnlichen Trend der sogenannten Westcoast-Kids ein. Ihnen entfernt man aus ästhetischen Gründen die oberen Schneidezähne. Da die Eingriffe teilweise irreparable und langwierige Schäden hervorrufen, erachtet sich Aufklärung als wichtig. „Denn Schönheit existiert überall, unabhängig von der Form“, betont Dr. Dağdelen.

Schön jung geblieben

Mithilfe der richtigen Tipps den Falten trotzen

Mimikfalten gehören zum Alterungsprozess dazu und spiegeln die Lebenserfahrung wider. Jedoch empfinden immer mehr Frauen ihre Stirnfalten, Krähenfüße und Co. als störend. „Bereits durch sanfte Behandlungsmaßnahmen lassen sich die Anzeichen der Zeit effektiv aufhalten beziehungsweise umwandeln“, berichtet Dr. Murat Dağdelen, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und ärztlicher Leiter von DiaMonD Aesthetics in Düsseldorf.

Hilfreiche Anti-Aging-Behandlungen

Um Falten vorzubeugen oder ganz verschwinden zu lassen, kommen verschiedene Methoden infrage. So sorgt bereits eine medizinische Gesichtsreinigung für mehr Elastizität der Haut. Bei dem sogenannten Hydrofacial bekämpfen Experten neben fettiger Haut, Akne, Mitesser auch kleine Fältchen schnell und effektiv. Das Verfahren kombiniert Hautabtragung (Dermabrasion), Peeling und Reinigung. Zugleich werden Mikronährstoffe und Hyaluronsäure in die Haut eingeschleust, um sie bestens zu versorgen. „Diese Gesichtsbehandlung stellt eine noch effektivere Variante als reine Microdermabrasion oder ein Fruchtsäurepeeling dar. Abhängig vom Hauttyp empfehlen wir Patienten, Hydrofacials vierteljährlich durchführen zu lassen“, erklärt Dr. Dağdelen. Wem dies nicht genügt, greift zu Botox, kurz für Botulinumtoxin, oder Hyaluronsäure als effektive Helfer gegen feine Linien. Durch gezielte Injektion in bestimmte Gesichtsmuskeln sorgt Botox beispielweise innerhalb weniger Tage für einen natürlichen Glätteeffekt. „Durch Hyaluronsäure wirkt die Haut wiederum aufgepolstert und Falten verschwinden“, erklärt Dr. Dağdelen. Da der Körper beide Präparate innerhalb eines Jahres wieder abbaut, erfolgt auf Wunsch eine Nachbehandlung. Achtung: Wer sich zu viel Botox unfachmännisch spritzen lässt, riskiert ein sogenanntes „Frozen Face“, bei dem die behandelten Gesichtspartien optisch einfrieren.

Jung bis ins Blut

Um die Zellerneuerung anzukurbeln, wird beim sogenannten Vampirlift aus Eigenblut des Patienten hochkonzentriertes Blutplasma zentrifugiert, aufbereitet und in die gewünschten Gesichtspartien injiziert. Im PRP, kurz für plättchenreiches Plasma, finden sich Wachstumsfaktoren in hoher Konzentration, die für die Zellregeneration und Kollagenproduktion zuständig sind. Unverträglichkeiten sowie allergische Reaktionen bleiben aufgrund der speziellen Behandlung mit Eigenblut aus.

Falten minimieren durch richtige Lebensweise

Seit jeher gilt: Wasser stellt den Schlüssel zu einem jugendlichen Aussehen dar. Denn mithilfe einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr gewinnt die Haut automatisch an Elastizität und Spannkraft. Genauso hilft eine optimale Pflege gegen frühzeitige Alterserscheinungen. So raten Experten beispielsweise vom übermäßigen Sonnenbaden ab, da UV-Strahlung nicht nur das Hautkrebsrisiko erhöht, sondern vorzeitig zu Falten führt. Eine Tagescreme mit Lichtschutzfaktor – auch im Winter – beugt nicht nur Falten, sondern auch unschönen Pigmentflecken vor. Neben der persönlichen Kosmetik erweist sich eine ausreichende Vitaminzufuhr als weitere Anti-Aging-Hilfe. Beispielsweise kurbeln Vitamin A, B und C die Kollagenproduktion an, unterstützen die Zellgeneration und versorgen den Körper mit den nötigen Nährstoffen. Leider geht eine ausgewogene Ernährung oftmals im stressigen Arbeitsalltag unter, sodass viele auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen. Allerdings nimmt der Körper diese nur zu 35 Prozent auf, weswegen orale Supplements nicht die gewünschten Ergebnisse liefern. „Daher injizieren wir den Patienten einen auf dessen Bedürfnisse abgestimmten Vitamincocktail direkt in die Blutbahn. Diese sogenannte Power Infusion resorbiert der Körper vollständig und wichtige Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren und Spurenelemente gelangen dorthin, wo sie gebraucht werden“, erklärt Dr. Dağdelen abschließend.

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